Ablauf Projektwoche Baseler Maske

Der Ablauf ist exemplarisch und kann natürlich auf die eigene Klasse, Schulart und die Lernvoraussetzungen der Schülerschaft angepasst werden.

 

In unserem Kursangebot “Maskenbau” werden gänzlich individuelle Halb- oder Vollmasken gebaut, die im Verlauf des Workshops “Maskenspiel” spielerisch ausprobiert werden. Mit diesen oft sehr skurrilen „Maskenfiguren“ kann ein kleines Theaterstück erarbeitet und präsentiert werden. Dabei werden Sie in die Grundlagen des Maskenspiels eingeführt und lernen die Eigenheiten des Körperbetonten Maskentheaters kennen.

 

Neutrale Maske

 

Diese Form der Maskenarbeit ist bei einem geringen Zeitbudget eine gute Möglichkeit Einblicke in das Maskenspiel mit Ganzmasken zu erhalten. Dafür wird vorerst eine einfache Gipsschalenmaske am eigenen Gesicht angefertigt. Diese wenig abstrahierte und neutral-weiße Maske wird, gleich einer Halb/ Ganzmaske mit individuellen, zur Maskenform passenden “Augen” versehen. Diese Augenabstraktion schafft nun den notwendigen Individualisierungsgrad, um mit dieser Maske eine Figurenarbeit zu beginnen. (z.B. in Form eines Maskeninterviews)

 

Halbmaske

 

Eine Halbmaske besteht aus Baseler Maskenpapier und ermöglicht dem Spieler mit Sprache zu agieren. Da bei einer Halbmaske der Unterkiefer und Mundbereich nicht von der Maske bedeckt ist, kann der Maskenspieler sehr frei kommunizieren. Es tritt neben den körperlichen Aspekten des Maskenspiels, auch die Sprache in den Vordergrund. So können sehr faszinierende Figuren entstehen, die in einer szenischen Arbeit bis zur Bühnenreife entwickelt werden. Halbmasken eignen sich ideal für den spielerischen Einsatz im öffentlichen Raum. Auch hier kann eine Aufführung am Ende des Projekts stehen.

 

Vollmasken

 

Ganz-/ Vollmasken können in der Größe sehr stark variieren. Von einer eng am Kopf anliegenden, bis zu einer den ganzen Körper verdeckenden Maske sind alle Spielarten offen. Der Spieler kann und sollte sich unter einer Vollmaske nicht verbal artikulieren. Es entsteht ein sehr körperbezogenes Spiel wobei die Triebfeder jeder Bewegung die Masken darstellt. Das Spiel mit einer Vollmaske kann ebenfalls bis zu einer Bühnenreife gelangen bzw. im öffentlichen Raum zu einer nonverbalen Kommunikation mit dem Publikum einladen.

 

Vorbereitungstag außerhalb der Woche: Einstieg & Maskenbau

•             Kennenlernen, Vertrauensübungen

•             Einführung in das Thema und Erstellen der Gipsbüste

 

Tag 1 – Maskenbau

•             Modellierung der Maske

 

Tag 2 – Maskenbau

•             Grundierung, farbliche Gestaltung

•             Finale Gestaltung

 

Tag 3 – Figurenentwicklung

•             Figurenentwicklung der einzelnen Halbmasken

•             Improvisationstraining

•             Proben mit Fokus auf Ausdruck, Präsenz und Wirkung

 

Tag 4 – Figurenentwicklung

•             Figurenentwicklung der einzelnen Halbmasken

•             Improvisationstraining

•             Proben mit Fokus auf Ausdruck, Präsenz und Wirkung

 

Tag 5 – Figurenentwicklung

•             Improvisationstraining

•             Improvisation kleiner Szenen

 

Weiterentwicklung des Projekts

•             Improvisation im öffentlichen Raum

•             Erarbeitung einer Aufführung

 


Einen kleinen Einblick in unsere bisherigen Aktivitäten gibt es in unserem Archiv

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